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Dienstag, 7. September 2010  
 












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Dr. Jan-Willms Harders

...hier erfahren Sie Wissenswertes über die Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin, wie sie im Rahmen einer Praxis für private Zahnheilkunde angeboten werden können.

 

Auch, wenn Sie nicht in Emden wohnen sollten, lade ich Sie herzlich ein, sich aus diesen Seiten über unsere Möglichkeiten zu informieren.

 

Ihr Dr. Harders

 

 

Diabetes besser kontrollieren [24-04-07]



Dass Menschen mit Diabetes anfälliger sind für bakterielle Infektionen, vor allem auch Infektionen des Zahnbettes (Parodontitis), ist seit langem bekannt. Neuere Untersuchungen zeigen jetzt, dass umgekehrt auch die Parodontitis Einfluss auf den Diabetes nimmt und ihn verschlimmern kann. Die Folge: Für Diabetespatienten mit ausgeprägter Parodontitis ist es schwerer, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine chronisch verlaufende Stoffwechsel-krankheit, bei der ein absoluter oder relativer Mangel an Insulin besteht. Insulin ist dafür verantwortlich, den Zuckergehalt im Blut zu regulieren. Infolgedessen führt ein Mangel an Insulin dazu, dass der Blutzuckerspiegel steigt. Fachleute schätzen die Zahl der heute in Deutschland an Diabetes Erkrankten auf etwa 10 Prozent der Bevölkerung.

Dass nahezu alle schlecht eingestellten Typ-1-Diabetiker auch an einer Parodontitis leiden, ist bereits seit Mitte des letzten Jahrhunderts bekannt. Wie stark der Verlust an Kieferknochen dabei ist, hängt häufig von der Dauer der Diabeteserkrankung ab. So ist insbesondere bei Patienten, die seit zehn oder mehr Jahren an Diabetes leiden, der Knochenverlust stärker ausgebildet als bei Nicht-Diabetikern.

Ähnliches gilt für Patienten des Typs 2, die je nach Altersgruppe ein bis zu 4,8fach höheres Risiko haben, an einer Parodontitis zu erkranken. Wie dieser Zusammenhang entsteht, ist bis heute nicht ausreichend geklärt. Möglicherweise liegen die Gründe in einer begleitenden Funktionsstörung des Immunsystems, was wiederum Auswirkungen auf den Stoffwechsel von Bindegeweben (Collagen) hat und zu einer höheren Infektionsanfälligkeit führt. Und beides kann schließlich eine Parodontitis verursachen.

Neueste Untersuchungen zeigen, dass nicht nur der Diabetes eine Parodontitis beeinflusst, sondern die Parodontitis auch – zumindest indirekt – auf den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern vom Typ2 einzuwirken scheint. Dabei spielen Parodontitis auslösende Bakterien offensichtlich eine besondere Rolle. Studien der vergangenen Jahre zeigen: Bei Typ-2-Diabetes Patienten führte eine Parodontitisbehandlung ohne chirurgische Eingriffe in Kombination mit einer Antibiotikatherapie zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels.
Für ein noch besseres Verständnis dieser Wechselwirkung bedarf es zwar noch weiterer Untersuchungen, dennoch lässt sich aus diesen Ergebnissen klar ableiten: Wird eine Parodontitis erfolgreich behandelt, hat dies einen positiven Effekt auf die Kontrolle des Diabetes. Und damit können auch Folgeerscheinungen wie die Schädigung des Auges, der Nieren oder der Blutgefäße verringert werden.

Möglicherweise trägt die professionelle Zahnreinigung zum Erhalt der allgemeinen Gesundheit bei. Leiden Patienten bereits an Allgemeinerkrankungen, könnte der Krankheitsverlauf durch gesunde Mundverhältnisse günstig beeinflusst werden. Zahnärzte sind damit Fachärzte für Mundgesundheit mit einem breiten Dienstleistungsangebot zum Nutzen unserer Patienten, die an ihren Zähnen hängen.


Dr. med. dent. Jan W. Harders | Neutorstraße 90 | 26721 Emden | Tel.: 0 49 21 / 21 49 4 | info@dr-harders.de | © 2004 BessauMedia.