Zahnarztpraxis Dr. Harders

Zahnarztpraxis Dr. Harders in Emden

Funktionsanalyse

Ihre Zähne „sprechen“ mit Ihrem ganzen Körper. Und nicht immer verläuft das Gespräch erfreulich. Denn häufig gibt es Unstimmigkeiten und „Meinungsverschiedenheiten“.

Was steckt dahinter?

Das Kausystem im engeren Sinne besteht aus dem Kiefergelenk, den Zähnen und der Kaumuskulatur. Über seine angrenzenden Strukturen, den Nerven und der Halsmuskulatur, steht es mit dem oberen Teil der Wirbelsäule in unmittelbarer Verbindung. Manualmediziner, Manualtherapeuten und Osteopathen sehen sogar einen Wirkungszusammenhang von Kausystem und gesamter Wirbelsäule sowie Becken. Deshalb können zum Beispiel orthopädische Beschwerden der Beckenregion mit Beschwerden im Kausystem einhergehen.

Funktionsanalyse Schon kleinste Veränderungen in der komplizierten Balance von Zähnen, Muskeln und Gelenken – zum Beispiel ein höher gewachsener Zahn – können zu folgenreichen Funktionsstörungen des Kausystems führen. Oftmals werden diese dann ganz anders gedeutet: als Beschwerden im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich.

Die sorgfältige Funktionsanalyse in unserer Praxis geht solchen Zusammenhängen auf den Grund und schafft die Basis für eine erfolgreiche, zielgerichtete Behandlung.

Die Funktionsanalyse schafft Klarheit und Sicherheit

Zum Planen und Herstellen von Zahnaufbauten und Zahnersatz oder für das „Umstellen“ von Zähnen bei kieferorthopädischen Maßnahmen benötigt man diagnostisch präzise Werte über die Lage der Kiefer im Schädel, über die Bewegung der Kiefergelenke und die Stellung der Zähne zueinander.

Die Ergebnisse der klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse schaffen dann optimale Voraussetzungen, um den angestrebten Behandlungserfolg zu erreichen. Außerdem helfen sie, Spätschäden in den Kiefergelenken wirksam vorzubeugen.

Durch eine sorgfältige Funktionsanalyse erkennen wir die Ursache akuter Beschwerden, die zum Beispiel durch Fehlbelastungen der Zähne und der Muskulatur entstehen. Darauf aufbauend kann dann die exakt richtige Behandlung oder Therapie eingeleitet werden.

Wann sollten Sie sich für eine Funktionsanalyse entscheiden?

Eine Funktionsanalyse empfehlen wir Ihnen immer im Zusammenhang mit:

  • restaurativen Maßnahmen
  • Zahnaufbauten, Kronen, Brücken und Prothesen
  • Erkrankungen der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur (Myoarthropathien)
  • Gelenkgeräuschen (Reiben oder Knacken)
  • Schmerzen in Kopf, Gesichts, Hals, Nacken und Schulter
  • Bewegungseinschränkungen von Unterkiefer und Kopf
  • Ohrgeräuschen/Tinnitus
  • Parodontalerkrankungen mit Fehlbelastungen
  • der Herstellung von Okklusionsschienen
  • umfangreichen kieferorthopädischen Behandlungen

Übrigens: Eine Funktionsanalyse ist absolut schmerzfrei. Ein Grund mehr, nicht auf diese intelligente Form der umfassenden Untersuchung zu verzichten.

Bei Rückenschmerzen zum Zahnarzt: Die Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD)

Bei Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen zum Zahnarzt gehen? Eine gute Idee. Denn das könnte die Lösung des Problems sein, wenn alle orthopädischen Behandlungen keine oder nur geringe Wirkung zeigen.

Die Erklärung dafür: Funktionsstörungen der Zähne können sich auf das Kiefergelenk auswirken – und über diese "Zwischenstation" auf Schulter und Nacken sowie den gesamten Rücken und das Becken. Zahnärzte bezeichnen derartige Störungen als Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD). Die "CMD" leitet sich ab von den lateinischen Begriffen "Cranium"(Schädel), "Mandibula"(Unterkiefer) und "Dysfunktion"(Fehlfunktion). Etwa 75% der Bevölkerung weisen Symptome einer CMD auf und 5% weisen eine volle CMD-Symptomatik auf. Dabei ist der Anteil in der weiblichen Bevölkerung erheblich höher. Gerade im Bereich des "unspezifischen Rückenschmerzes", der "Fybromyalgie", rezidivierender Blockaden des Darm-Kreuzbeingelenkes und Beckenverwirrungen lassen sich Zusammenhänge zur CMD darstellen.

Die Auswirkungen zum Beispiel von Bisslageänderungen auf die Wirbelsäule lassen sich sogar durch orthopädische 3-D-Wirbelsäulenvermessungen bildhaft nachweisen. Dabei kommt es leicht zu Lotabweichungen der Wirbelsäule, die wiederum zu Verspannungen und weiteren Fehlbelastungen führen. Im Extremfall kann der gesamte Körper in "Schieflage" geraten und dadurch ein Hüfttiefstand oder eine funktionelle Beinlängendifferenz entstehen. Und das sind nur wenige Beispiele für die enorm vielfältigen Auswirkungen eventueller Fehlfunktionen des Kauapparates.

Deshalb ist der Gang zum Zahnarzt immer dann angeraten, wenn bei Rücken- und Schulterbeschwerden oder solchen im Nacken- und Kopfbereich alle orthopädischen, internistischen und HNO-ärztlichen Untersuchungen keine eindeutigen Diagnosen ergeben haben.

Wir helfen Ihnen in unserer Praxis mit einer sorgfältigen und absolut schmerzfreien Funktionsanalyse Ihres Kauapparates. Dabei erkennenm wir die Ursache akuter Beschwerden, die zum Beispiel durch Fehlbelastungen der Zähne und der Muskulatur entstehen. Darauf aufbauend, kann dann die individuell richtige Behandlung oder Therapie für Sie eingeleitet werden.

Tinnitus und Funktionsdiagnostik

Die Deutsche Tinnitus-Liga e.V. ist sich sicher: „Eine Funktionsstörung aus dem craniomandibulären System kann Auslöser für ein Ohrgeräusch, in der Steigerung für einen Hörverlust oder auch für eine Gleichgewichtsstörung sein.“

Diese Gewissheit stützt sich auf umfassende anatomische Studien der letzten 20 Jahre. Danach ist es heute unstrittig, dass es zwischen den Steuerungen der Kaufunktion und der Halswirbelsäule eine sehr enge Verbindung gibt – die sogenannte Konvergenz.

Bei Tinnitus auch den Zahnarzt konsultieren

Die Deutsche Tinnitus-Liga empfiehlt deshalb, dass sich Betroffene nicht nur an einen HNO-Arzt wenden sollen, sondern auch an einen in der Funktionsdiagnostik des Kausystems erfahrenen Zahnarzt.

Nach Aussage der Tinnitus-Liga haben die Beseitigung von Fehl- oder Schmerzinformationen aus dem craniomandibulären System und die Wiederherstellung seiner ungestörten Funktion bei raschem Behandlungsbeginn oft gute Erfolge in der Therapie.

Sprechen Sie uns an. Wir informieren Sie gern näher über diese spezielle Leistung unserer Praxis.

Die Behandlung mit Okklusionsschienen

Als Okklusion (Verschließung) bezeichnet man in der Zahnmedizin den Kontakt zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers.

Störungen in der Okklusion haben erhebliche Auswirkungen auch außerhalb der Mundhöhle, etwa in der Kaumuskulatur und in den Kiefergelenken. Die Beeinträchtigung kann jedoch auch umgekehrt verlaufen: Fehlfunktionen in der Muskulatur, in Gelenken oder der nervalen Steuerung wirken sich auf die Okklusion und damit auf die Zähne aus.

Unsere weitreichende Erfahrung auf dem Gebiet der craniomandibulären Untersuchung erlauben es uns, solche nachteiligen Wechselwirkungen zu erkennen und zu therapieren.

Eine Möglichkeit dafür bietet der Einsatz einer Okklusionsschiene, die auch als Aufbissschiene bezeichnet wird. Mit ihr gelingt es, bei Fehlbissen einen korrekten Zahnschluss zu vermitteln, die Kiefergelenke zu entlasten und muskulärer Verspannung entgegenzuwirken.

Je nach Art und Umfang der Okklusionsstörung wird die individuell angepasste Schiene für für die therapeutische Dauer der Behandlung getragen. Dabei verändert die Schiene nicht die Stellung der Zähne und ist für diese auch in keiner Weise belastend.

Sorgfältige und zweckentsprechende Indikation und Herstellung vorausgesetzt, sind Okklusionsschienen hervorragende Hilfsmittel zur Vorbehandlung funktionsgestörter Kauorgane. Dieses erfordert allerdings besondere theoretische und praktische Kenntnisse sowohl des Zahnarztes als auch des Zahntechnikers.

Diese erforderliche Kompetenz- und Erfahrungs-Kombination bietet Ihnen unsere Praxis. Durch umfangreiches Behandlungswissen und durch die Kooperation sorgfältig ausgewählter, mit der Thematik besonders gut vertrauter Dentallabore.